Taipei

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Sonntag, 27. Februar 2011

Gestern war ein besonders toller Tag für mich, der mir endlich mal wieder klarmachte, wieso ich eigentlich hier bin und dass nicht Alles was ich hier mache, so falsch ist.

Morgens fragte mich meine Gastmutter, ob ich mit ihrem Kollegen Mex in Taipeis Norden, die Gegend um Yehlu fahren wollte. Dieser wollte zwei Arbeitskollegen, die aus San Fransico dienstlich in Taiwan waren, an ihrem freien Tag Taiwan näher bringen.
Da ich nichts besseres zu tun hatte, oder eher gesagt wusste, dass ich sonst einen weiteren langweiligen Tag Zuhause verbracht hätte, stimmte ich natürlich gleich zu.

Also gings mit Mex, Spencer und Armando nach Yehliu.
Bereits auf der Autofahrt verstand ich mich super mit der Truppe. Alle waren sie alle total begeistert von meinem Austauschjahr und wollten ALLES wissen. Nach den ganzen negativen Sachen der letzten Zeit, tat mir das total gut mal wieder jemanden zu hören, der auch so von meinem Austausch begeistert ist, wie ich es bin.

Als erstes fuhren wir hier hin:

Auf diesem Berg umgab uns ein wunderschönes Panorama, wie man auf diesen Fotos sehen kann:



Wir bestiegen also bei schwülen 28 Grad (und das im Februar), den Berg wo uns oben der Tempel mitsamt einer rießen Glocke erwarteten.



Auf dieser Glocke sind alte chinesische Zeichen abgebildet. Diese sind aus der sogenannten "Bibel" des Bussishmus, wie mich Mex aufklärte. Dabei ist wichtig zu wissen, dass nicht nur außen Zeichen sind, sondern auch im inneren. Der äußere Teil steht für die positive Seite des Lebens. Die Innere für die negative. Das Yin und Yang ☯ (chin. 陰陽 / 阴阳, yīn yáng) des Lebens.

Natürlich war die große Glocke zu groß um sie zu leuten. Aber es gab ja zum Glück noch die kleine Version:


Hier sieht man Spencer und die kleine Version der Glocke.

das bin ich.

Anschließend gings dann hoch zum eigentlichen Kloster, wo Fotos aber nicht gestattet sind.
Wir sahen Menschen, die Frauen und Männer geteilt in absoluter Stille aßen. Das liegt daran, dass sie denken, dass man sein Essen achten sollte. Denn wenn man sich nicht voll aufs eigentliche Essen konzentriert, setzt kein Sättigungsgefühl ein und der Körper verdaut das Essen wesehntlich langsamer.

Der Tempel selber war wunderschön angelegt. Leider kann ich euch keine Fotos zeigen. Einen Spruch musste ich aber fotografieren:


Und hier das Rad der Zeit, dass für den Glauben des ewig währendem Lebens steht.


Anschließend sind wir dann zum besten Fisch Restaurant gegangen, wo ich jemals war. Man konnte sich sein Essen selber aussuchen. Das schmeckte wirklich hervorragend!

Ich hatte noch sehr viel Spaß mit den Herren und verbrachte wirklich einen lehrreichen und motivierenden Tag.

Abends gings dann sogar noch mitsamt meiner Gastfamilie in ein deutsches Restaurant.

Daily missunderstandings

Schon wieder ist viel zu viel Zeit vergangen, seitdem ich das letzte Mal gepostet habe. Sorry dafür!
Wie ihr ja wisst bin ich hier mit vielen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Länder unterwegs. Da kommt es nun ab und zu schon mal vor, dass man sich missversteht.
Ein sehr witziges Missverständnis hatte ich vor kurzem mit einer befreundeten Französin. Dieses hier nun exklusiv niedergeschrieben :

Französin berichtet über einen gemeinsames Freund (K):
Französin: " You know K. went with a taiwanese girl to a restroom."
Ich (ein bisschen perplex): "Aha, are you sure that they went to a restroom?"
Französin: " Yeah, he beat her."
Ich (schockiert): " What? K. beat a girl in a Restroom?"
Französin: " Yes, he also paid for her. 700 Ntd!"
Ich jetzt wirklich schockiert gebe erstmal keine Antwort. Unser weiteres Gesrpäch wird durch das Treffen unserer Freunde unterbrochen.
Später spreche ich sie nochmal darauf an.
Ich: " Seriously? I wouldn't have thought that K. would beat a girl."
Französin schaut mich jetzt perplex an, sagt: " Beat? Nooo her meet that girl."
Ich (immernoch leicht verwirrt): " So he meet a taiwanese girl on the restroom?"
Französin: "No, no so you understand restroom?"
sie wiederholt ihre Aussage, was sich so ungefähr so anhört: "rrreeeestttttooooorrrooont"
Ich (kapiere jetzt und bin erleichtert): " OOOOHHHH! So he meet that girl in a restaurant and paid for her, that is really nice!"

Ihr seht also, selbst wenn man die gleiche Sprache spricht, in diesem Fall Englisch, können Missverständnisse auftreten.
Das also zum Thema Sprachen ;)

Freitag, 11. Februar 2011

Rotary eastern Taiwan Culture Trip

Meine Situation hat sich ein wenig entspannt, dass heißt für mich endlich mal Zeit zum bloggen.
Wie ihr ja vielleicht wisst, genieße ich momentan meine ersten Ferien hier in Taiwan. Freie Zeit wäre hier ja nichts ohne Rotary, also werde ich in dem folgenden über unseren Kulturtrip in den Osten von Taiwan berichten.

Am 26ten Januar wurde sich früh morgens um 7 Uhr getroffen und zusammen mit 49 weiteren Austauschschülern bestieg ich den Zug in Richtung Taiwans Osten.
Über den Osten von Taiwan hatte ich bisher nicht mehr als die Infos in den Magazinen gelesen. Als meine Gastmutter mich auf kaltes Wetter vorbereitete, packte ich natürlich nur die wärmsten Klamotten ein. Um so erstaunter war ich, als wir in Taitung ankamen und uns schönster Sonnenschein zusammen mit angenehmen 25 Grad empfing.
Unser erster Kulturschauplatz sollte der „Taimali Rotary brings hope Park“ sein. Dieses Hilfsprojekt umfasst 33 Häuser und tägliche Versrogung für die Flutopfer von 2004.
Mir selber war gar nicht bewusst, dass diese auch bis nach Taiwan ausgeartet war, aber der Umgebung konnte man die Auswirkungen noch ansehen.


Wir hatten unseren Spaß...

Anschließend ging es zu unserem Hotel, dem „Master Bear Resort“. Wir aßen zu Abend und hatten anschließend noch ein sehr umfassendes Programm. Als dieses beendet war, war noch genug Zeit um das schöne Wetter zu genießen und so gings um 10 Uhr Abends noch in den Pool schwimmen. Wie man auf den Bildern sehen kann, war das ein rießen Spaß.



Hier auch noch ein Bild von unserer Behausung

Am nächsten Tag wurde dann morgens von 9.30-10.30 ein Biking Trip unternommen wo wir, wie nicht anders zu erwarten, Fahrrad fuhren. Das war auch wirklich schön. Vorallem wegen der tollen Umgebung. Ich muss schon sagen, Raps und Sonnenblumen im Januar, dass gibt’s auch nur in Taiwan.


Dann gings zum Lunch in Hualien City. Anschließend gings dann zum berühmt berüchtigten Taroko National Park. Die Schlucht ist schon wirklich sehenswert. Wir besichtigten dann eine Tempelanlage die in den Berg gebaut war. Alleine um diese Anlage zu bauen starben 200 Menschen und um die 700 wurden verletzt.





Der dritte und letzte Tag unserer Tour war für mich der Beste. Wir fuhren zum „Hualien Farglory Ocean Park“. Zuerst schaute ich mir mit Allie (Australierin), Estelle und Xinxing (meine Gastschwester) die Seelöwen show an. Danach konnten wir sogar ein Foto zusammen mit ihnen machen.


Den restlichen Tag verbrachten wir dann noch mit der Delfinshow, dem Aquarium und den ganzen anderen Sehenswürdigkeiten.





Insgesamt fand ich die Tour sehr gelungen und würde euch sehr ans Herz legen, falls ihr mal in Taiwan seid, auf jeden Fall Hualien und Taitung zu besuchen.