Morgens fragte mich meine Gastmutter, ob ich mit ihrem Kollegen Mex in Taipeis Norden, die Gegend um Yehlu fahren wollte. Dieser wollte zwei Arbeitskollegen, die aus San Fransico dienstlich in Taiwan waren, an ihrem freien Tag Taiwan näher bringen.
Da ich nichts besseres zu tun hatte, oder eher gesagt wusste, dass ich sonst einen weiteren langweiligen Tag Zuhause verbracht hätte, stimmte ich natürlich gleich zu.
Also gings mit Mex, Spencer und Armando nach Yehliu.
Bereits auf der Autofahrt verstand ich mich super mit der Truppe. Alle waren sie alle total begeistert von meinem Austauschjahr und wollten ALLES wissen. Nach den ganzen negativen Sachen der letzten Zeit, tat mir das total gut mal wieder jemanden zu hören, der auch so von meinem Austausch begeistert ist, wie ich es bin.
Als erstes fuhren wir hier hin:
Auf diesem Berg umgab uns ein wunderschönes Panorama, wie man auf diesen Fotos sehen kann:
Wir bestiegen also bei schwülen 28 Grad (und das im Februar), den Berg wo uns oben der Tempel mitsamt einer rießen Glocke erwarteten.
Auf dieser Glocke sind alte chinesische Zeichen abgebildet. Diese sind aus der sogenannten "Bibel" des Bussishmus, wie mich Mex aufklärte. Dabei ist wichtig zu wissen, dass nicht nur außen Zeichen sind, sondern auch im inneren. Der äußere Teil steht für die positive Seite des Lebens. Die Innere für die negative. Das Yin und Yang ☯ (chin. 陰陽 / 阴阳, yīn yáng) des Lebens.
Natürlich war die große Glocke zu groß um sie zu leuten. Aber es gab ja zum Glück noch die kleine Version:
Hier sieht man Spencer und die kleine Version der Glocke.
das bin ich.
Anschließend gings dann hoch zum eigentlichen Kloster, wo Fotos aber nicht gestattet sind.
Wir sahen Menschen, die Frauen und Männer geteilt in absoluter Stille aßen. Das liegt daran, dass sie denken, dass man sein Essen achten sollte. Denn wenn man sich nicht voll aufs eigentliche Essen konzentriert, setzt kein Sättigungsgefühl ein und der Körper verdaut das Essen wesehntlich langsamer.
Der Tempel selber war wunderschön angelegt. Leider kann ich euch keine Fotos zeigen. Einen Spruch musste ich aber fotografieren:
Und hier das Rad der Zeit, dass für den Glauben des ewig währendem Lebens steht.
Anschließend sind wir dann zum besten Fisch Restaurant gegangen, wo ich jemals war. Man konnte sich sein Essen selber aussuchen. Das schmeckte wirklich hervorragend!
Ich hatte noch sehr viel Spaß mit den Herren und verbrachte wirklich einen lehrreichen und motivierenden Tag.
Abends gings dann sogar noch mitsamt meiner Gastfamilie in ein deutsches Restaurant.