Hallo ihr Lieben,
Jetzt habe ich schon wieder viel zu lange NICHT gebloggt. Grund: Ich habe meine Gastfamilie endlich gewechselt *Yipiiieeeh* und war mit meiner Schule auf einem Trip in den Süden.
Von dem Trip werde ich euch in meinem nächsten Beitrag berichten, jetzt möchte ich euch von einem besonderen Erlebnis am letzten Wochenende berichten.
Wie ihr ja wisst, hatte ich in meiner 2ten Gastfamilie eine Indonesierin, mit Namen Enni, als Hausmädchen.
An besagten Sonntag der letzten Woche hatte sie frei. Sie plante ihre Schwester treffen und da sie sich in Taipei nicht auskennt (sie wohnt schon drei Jahre hier, hat aber kaum Ausgang), bat sie mich mitzukommen.
Da ich Enni echt gerne mag, sagte ich ihr zu. Wir trafen also Ennis Schwester und zwei weitere Indonesier in Taipei Main Station und via MRT ging es dannn nach Danshui.
Die Indonsier waren alle samt ultra klein, gingen mir vllt. mal zu den Schultern. Sie waren aber sehr lieb, trotzdem fühlte ich mich schon ein wenig unsicher mit 4 wild schnatternden Indonesiern.
Das legte sich dann aber in Danshui schnell. Da packte Ennis Schwester dann ihr Handy aus und mit samt Video Telefonie wurde ich der Welt, oder eher sätmlichen indonesischen Freunden gezeigt. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie der Rest der Welt uns anstarrte.
Aus meinen Beobachtungen habe ich den Eindruck bekommen, das Indonesier hier in der Geschellschaft einen niedrigeren Stellenwert haben. Sie werden als Haushaltskräfte eingesetzt und werden deshalb auch nur als Arbeiter angesehen.
Dementsprechend wurden wir dann umso mehr angestarrt. Eine Deutsche mit 4 Indonesiern?!
Ich fühlte mich aber in ihrer Gesellschaft immer wohler.
Später kamen Michi und Maren, zwei Deutsche, dann noch dazu und zusammen gings zurück zur Taipei Main Station, wo wir zu Mittag essen wollten.
Das war das erste Mal, dass mir bewusst auffiehl wie viele Indonesier sich in der Taipei Main Station aufhileten. Der Umgang von ihnen Untereinander ist sehr Kameradschaftlich. Es war für viele selbstverständlich Enni zu fragen, ob sie ein Foto mit uns haben könnten.
Weiter gings dann zu einem indonesischen Restaurant, ausschließlich von Indonesiern besetzt. Ihr hättet mal die Gesichter sehen müssen, wie wir angestarrt wurden.
Dank Enni war das dann aber ein Spaß.
Insgesamt hat der Tag mir gezeigt, dass ich mich nicht von den Leuten um mich rum beeinflussen lassen sollte und auf keinen Fall jemals einen Menschen einen niedrigeren Stellenwert geben sollte als mir selber.
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