Da müssen die letzten Vorbereitungen getroffen werden, die Verwandten alle nochmal besucht werden (wie heute Stabels) und natürlich die Kontakte zu den anderen Austauschschülern noch mehr gefestigt werden.
Dank Facebook hatte ich heute Abend wieder die Chance mit Estelle, der Französin und Arantxa, der Spanierin, die Beide mit mir die Mädchenschule "Zhong- shan" besuchen werden, über unsere Pläne zu sprechen. So wurde zum Beispiel einvernehmlich entschlossen, dass wir UMBEDINGT dem Volleyball team, welches jede Klasse in unserer Schule hat, beitreten sollten. Das natürlich nur um der typischen austauschschüler Krankheit des "fett- Werdens" zu entgehen.
Mal sehen ob wir vor lauter Schule da überhaupt Zeit zu haben.
Des weiteren haben wir festgestellt, dass wir NIEMALS nur 20kg mit nehmen können und das es unmöglich scheint, alle Kleider in den einen Koffer zu stopfen. Ich sag nur: "Ein typisch weibliches Phänomen"!
Obwohl wir schon darüber informiert wurden möglichst NICHT so viel mit nach Taiwan zu nehmen, weil dort alles viel billiger ist, können wir uns leider so gar nicht mit diesem Gedanken anfreunden. Lieber erkundigen wir uns über die aktuellen Paketpreise und überlegen fieberhaft wie das für uns nur enden soll. Schweres Leben!
Aber natürlich haben wir noch ganz andere Sorgen. Da ist natürlich die Frage wie die Gastfamilien im realen Leben so sein werden, wie wir mit der Sprache zurecht kommen und zum Schluss die Frage, ob die anderen Austauschschüler denn auch nett sind.
Ich persönlich mache mit bei der letzten Frage am wenigsten Gedanken. Einfach aus dem Grund, da wir dank Facebook ja eh schon alle vernetzt sind und gegenseitig in den Himmel loben wie geil unsere Zeit in Taiwan doch werden wird. Hoffentlich behalten wir recht.
Arantxa und ich haben unsere gemeinsame Liebe zu Pferden entdeckt und dann auch gleich beschlossen kein Jahr ohne Pferde auszukommen. Also wurden die von uns aus nächsten Ställe in Taipei ausfindig gemacht. Man muss dazu sagen, dass in Taiwan reiten sehr teuer ist und deswegen nur den reicheren Leuten vorbehalten ist. Nun gut, reich sind wir sicherlich nicht, aber gucken kostet ja bekanntlich nichts.
Als ich mich über Ställe informierte musste ich feststellen, dass die Taiwanesen nicht etwa "taiwanesische" Pferde haben, nein, natürlich hatten sie "hessian- horses" die dann auch noch so passende Namen wie: " Walter, Gertrud oder Gerlinde" trugen. Ich muss euch sagen, dass war der Punkt wo ich wirklich nicht mehr an mich halten konnte, denn die Vorstellung eines Mini- Taiwanesen auf einem 1,80 cm großen Pferd mit dem Namen "Walter" fand ich wirklich zum brüllen.
Okay, okay nun von den Pferden wieder zu den Vorbereitungen. Also wie schon gesagt bin ich gerade in der heißen Phase, den letzten 7 Tagen. Viele fragen mich ob ich aufgeregt bin. Ich beantworte das mit "Jaein", denn einerseits merke ich schon, dass etwas bevorsteht so ganz realisieren kann ich es aber noch nicht. Da bin ich aber zum Glück nicht alleine, denn Estelle geht es genauso. Naja das kommt dann spätestens am Flughafen.
Wir haben schon festgestellt das unsere Zimmer leider nur noch aus einem rießem Chaos aus gestapelten Klamotten, dem Reisekoffer und einer Landesfahne besteht. Das fanden wir dann so erheiternd, dass wird uns prompt ein Bild des jeweils anderen in seinem Zimmer schickten und es mit Kommentaren versetzten wie: „ Taiwans Vorbereitungshorror“ oder „Jetzt wird’s aber mal Zeit“ versahen. Diese schicken Bilder will ich euch natürlich nicht vorenthalten und ich hoffe euch so den ganz normalen Austauschschüler Vorbereitungshorror ein bisschen näher zu bringen.
Die Gestalt auf der linken Seite bin ich, daneben schwer zu erkennen die ganzen Klamotten, der Koffer und natürlich die Deutschland Fahne.
Auf der linken Seite hier Estelle, im Zentrum ihr Chaos Berg ;)
Morgen liegt meine Abschiedsfeier an, wo ich nochmal allen meinen Freunden und "Unterstützern" danke sagen werde und wir hoffentlich nochmal eine schöne Zeit miteinander verbringen werden. So wie ich mich kenne werde ich dann immer noch nichts realisieren aber wer weiß, vielleicht lasse ich mich ja von der Melancholie gewisser Menschen mitreißen. Wir werden sehen.
Natürlich bereite ich mich weiterhin fleißig mit Yutong auf meine erste Vorstellung im Chinesischen vor. Also kleine Ergänzung möchte ich an dieser Stelle sagen, dass Yutong mich in unserer letzten Chinesisch Stunde darauf hinwies, dass die Mandarine Sprache sehr wohl eine Grammatik besitzen würde, die sich aber stark von der deutschen Grammatik unterscheide. Hiermit wollte ich dies nochmal gesagt haben ;)
Dank meiner Austauschgenossin Estelle habe ich jetzt einen wunderbaren Film über Taiwan, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Hier also an der Stelle der Film mit großen Dank an Estelle, deren Blog ihr falls ihr über französisch Kenntnisse verfügt unbedingt lesen solltet (http://estelle-year-in-taiwan.over-blog.com):
Hallo Fiona!
AntwortenLöschenDein Blog gefällt mir sehr gut! Du kannst sicher sein, dass ich Deine Abenteuer hier regelmäßig verfolgen werde. Ich wünsche Dir alles Gute, viele tolle Erlebnisse und nur gaaanz wenig Heimweh.
Bis bald,
Deine Verwandtschaft aus Schmitten!
Hallo :)
AntwortenLöschenOh mein erstes Kommentar! Vielen Dank ich werde mein bestes geben. Aber ich bin mir sicher, dass wenn ich hier immer so nette Kommentare finde ich mich nur minimal allein fühlen werden. Ich wünsche euch auch eine schöne Zeit hier in Deutschland. Wir sehen uns dann in einem Jahr! Lasst es euch gut gehen!
Lieber Gruß, eure Fiona